Wenn Sie diesen Beitrag lesen, werden Sie es wahrscheinlich schon wissen: Ich bin Digital Marketing Consultant. Und auch als Consultant muss ich versuchen, kontinuierlich meine Effizienz zu steigern. Also muss ich mich mit allerlei Kram und Theorien beschäftigen, die versprechen, dass sie das gut können.

Eine davon ist die Pomodoro-Technik,

Und weil ich so ein herzensguter Mensch bin und mir denke, dass jeder Marketer davon profitieren kann, etwas über diese Technik zu erfahren (ich habe nicht gesagt, dass jeder Marketer von der Technik davon profitieren wird!), habe ich mal diesen Beitrag von meiner Seite www.erfolgsspurt.de auch auf meinem Blog hier veröffentlicht. Ich hoffe, er bringt Ihnen etwas!

Und ich bin zuversichtlich. Denn ein entscheidender Vorteil der Pomodort-Techni ist: Sie ist ziemlich simpel und Sie können sie in nahezu jeder Lebenssituation einsetzen. Auch wenn sie am Anfang vielleicht harmlos wirkt – Geben Sie ihr eine Chance und testen Sie aus, ob sie in Ihrem Leben nicht mehr verändern kann, als es auf den ersten Blick aussieht.

Ok, was ist die Pomodoro-Technik denn nun?

In ihrem Ursprung ist sie eine Technik aus dem Zeitmanagement. Genau genommen wurde sie in den 80er Jahren von dem Trainer Francesco Cirillo entwickelt, um die Kreativität zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass sich die Benutzer dieser Technik besser konzentrieren und ihre Kreativität erhöhen können. DaSierch sollen zugleich Projekte schneller bewältigt werden.

„Pomodoro“ bedeutet im Italienischen Tomate. Allerdings hat diese Bezeichnung nur wenig Beziehung zur Technik. Sie rührt nur daher, dass Cirillo einen dieser Tomatenförmigen Küchentimer benutzte. Und Timing ist die Grundlage für die Pomodoro-Technik.

Denn im Grunde genommen bedeutet die Pomodoro-Technik nämlich nur, dass man jedes Projekt, das man bearbeitet, in Abschnitte unterteilt und zwischen diesen Abschnitten eine kurze Pause einlegt. Ein Abschnitt dauert dabei 25 Minuten, die Pause beträgt 5 Minuten.

Mit anderen Worten: Wenn Sie z.B. an einem Text arbeiten, schreiben Sie 25 Minuten, machen fünf Minuten Pause, arbeiten dann weitere 25 Minuten, machen dann wieder fünf Minuten Pause, usw. Ein solcher periodischer Arbeitsabschnitt wird als „Pomodoro“ bezeichnet. Haben Sie ein Pomodoro erledigt, notieren Sie  ein X. Auf diese Weise wird auch Ihre Motivation erhöht, weil Sie Ihre große Aufgabe in kleine Aufgaben unterteilt haben und immer Ihre Zwischenerfolge sehen können.

Nun sollten Sie lt. Der Pomodoro-Technik aber nicht den ganzen Tag in diesem Arbeitsrhythmus verbringen. Nach vier Pomodoros inkl. Pause nämlich (also nach exakt zwei Stunden) legen Sie eine große, zwanzigminütige Pause ein.

Besonders wichtig dabei ist es, dass Sie Ihren Fortschritt verfolgen und jedes Mal, nachdem ein Pomodoro verstrichen ist, Ihren Fortschritt notieren. Notieren sollten Sie auch, wie häufig Sie das Verlangen hatten, die Aufgabe aufzuschieben oder zu einer anderen Aufgabe überzugehen.

Um Ihre Effektivität noch zu steigern, sollten Sie am Morgen, bevor Sie die Arbeit aufnehmen, Ihre Aufgaben planen und nach Pomodoros unterteilen. Dabei schreiben Sie die Aufgaben, die Sie sich heute vornehmen werden je nach ihrer Priorität auf. Natürlich sollten Sie dabei auch abschätzen, wie lange Sie für jeden dieser To Do´s an Zeit benötigen werden.

Sie sehen also: Die Pomodoro-Technik ist nicht schwer nachzuvollziehen.

Aber was genau haben Sie jetzt von der Pomodoro-Technik?

Zunächst einmal – und das ist unbestritten- sorgt die Pomodoro-Technik dafür, dass Sie regelmäßig Pause einlegen. Wie wichtig Pausen für die Produktivität des Menschen sind, ist vielfach belegt worden. So konnte eine aktuelle Studie der Harvard Business School zeigen, dass sich die Leistung von Schülern durch entsprechende Pausen verbessert. Auch das Prinzip des Power-Nappings beruht darauf, durch Pausen die Leistung zu erhöhen. Und Psychologen wie der Schwede K. Anders Ericsson haben schon vor Jahrzehnten herausgefunden, dass es besser ist in hochkonzentrierten Phasen mit Pausen zu arbeiten.

Davon abgesehen beansprucht die Pomodoro-Technik aber auch, dass Sie konzentrierter arbeiten können.  Wenn Sie also bspw. eine lange To Do-Liste mit vielen unterschiedlichen Aufgaben haben, sollten Sie die einzelnen Aufgaben deutlich schneller abarbeiten können als wenn Sie in mehr als 25-minütigen Pomodoro-Blöcken arbeitest.

Dadurch soll dann auch Ihre Motivation steigern. Schließlich wissen Sie, dass Sie nur für eine begrenzte Zeit an der Aufgabe arbeiten müssen und nicht den ganzen Tag.

Kurz gesagt: Die Pomodoro-Technik verspricht Ihnen eine deutliche Leistungssteigerung einfach nur dadurch, dass Sie in bestimmten Zeitabständen Pausen einlegen.

Nicht jeder liebt die Pomodoro-Technik

Falls Sie jetzt skeptisch sein sollten, ob Ihnen die Pomodoro-Technik weiterhelfen kann, stehen Sie damit nicht alleine. Es gibt mittlerweile eine Reihe kritischer Stimmen, insbesondere von Etwicklern (weil die Pomodoro-Technik sich insbesondere in der IT großer Beliebtheit erfreut). So schreibt etwa der Entwickler Mario Fusco in einem Beitragrecht sarkastisch:

„Haben Sie schon jemals einen Bauingenieur dabei beobachtet, wie er einen Timer verwendet um sich auf seine Projekte konzentrieren zu können? Würden Sie einem Rechtsanwalt vertrauen, der die Pomodoro-Technik anwendet, während er Sie verteidigt? Würden Sie einen Chirurgen an sich ranlassen, der einen Timer verwendet, während er Sie operiert? Ich hoffe, dass der Pilot bei meinem nächsten interkontinentalen Flug in der Lage sein wird, sich in den ganzen acht Stunden oder mehr auf seine Aufgabe zu konzentrieren.“

Sein Kritikpunkt ist dabei nicht unbedingt, dass es nicht funktioniert, sondern dass wir es mit der Leistungssteigerung doch einigermaßen übertreiben, wenn wir meinen uns so oft mit einer Pause schonen zu müssen.

Ein anderer Entwickler, Colin T. Miller, kritisiert wiederum, dass er die Technik einen Monat lang ausprobiert, sie ihm aber nicht geholfen habe und ziemlich unpraktisch sei. Wenn beispielsweise ein Meeting eingesetzt würde und ihm zwischen seinem letzten Pomodoro und dem angesetzten Meeting lediglich 20 Minuten bleiben würde, könne er kein neues Pomodoro beginnen.

Fazit: Können Sie mit der Pomodoro-Technik tatsächlich Ihre Produktivität erhöhen?

Um ehrlich zu sein: Sie müssen es einfach selber ausprobieren. Ich selber habe diese Technik noch nicht ausprobiert, aber werde es mit Sicherheit in den nächsten Wochen versuchen (Update erfolgt dann hier natürlich). Was ich aber ausprobiert habe, sind die Grundlagen der Pomodoro-Technik, also größere Aufgaben in kleine Blöcke und Zwischenaufgaben zu untergliedern und auch Pausen dazwischen zu machen und ich muss sagen: Es funktioniert sehr gut.

Allerdings halte ich mich auch nicht sklavisch an solchen Vorgaben und weiche immer wieder davon ab. Wenn man natürlich versucht, die Technik konsequent durchzuziehen, dann wird man wahrscheinlich dasselbe Problem haben, das Collin T. Miller beschreibt:  Die Pomodoro-Technik ist dann nicht nur ein Hilfsraster, um Aufgaben zu bewältigen, sondern wird zu einem Gefängnis.

Literaturtipps:

Der Fairness halber muss man aber sagen, dass die Pomodoro-Technik noch einige weitere Facetten hat, auf die ich jetzt im Artikel nicht eingehen konnte. Wenn Sie ernsthaft vorhaben, die Technik zu nutzen, um Ihre Produktivität zu erhöhen, solltesn Sie vorher ein Buch dazu lesen, in dem die Technik aus allen Aspekten und für alle Lebenslagen dargestellt wird. Einen hervorragenden Einstieg bietet da „Die Pomodoro-Technik in der Praxis: Der einfache Weg, mehr in kürzerer Zeit zu erledigen“ von Staffan Noteberg. Auch auf der Webseite von Francesco Cirillo zur Pomodoro-Technik finden Sie weitere nützliche Informationen – allerdings nur auf Englisch.

 

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